Dienstag, 20. Januar 2026
Viele Standorte, ein Verbund - eine Datenbank
Seit fast vier Jahrzehnten ist die Bauer + Kirch GmbH inzwischen erfolgreich mit der Bibliothekssoftware NOS am Markt vertreten. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist der stetige Blick auf die aktuellen Wünsche und Entwicklungen der Bibliotheksbranche und die entsprechend dynamische Weiterentwicklung in Abstimmung mit den Bedürfnissen der Kund*innen. Dabei dürfen bewährte NOS-Module, welche im Bibliotheksalltag für Effizienz sorgen, nicht aus den Augen verloren werden.
Heute im Fokus: Das Modul Standorte/Verbund
Bauer + Kirch: Was ist der konkrete Mehrwert, wenn mehrere Bibliotheksstandorte bzw. eine Verbundstruktur mit einer gemeinsamen Datenbank arbeiten?
Sabine Wergen: Es gibt mehrere Ebenen von Mehrwert:
- Zentrale Katalogisierung
Medien werden einmalig nach gemeinsamen Standards erfasst. Alle Standorte und Verbundbibliotheken greifen auf diesen Datensatz zu. Das spart Zeit, reduziert Fehler und sorgt für einheitliche Qualität – egal, wo katalogisiert wird. - Ein großer Katalog statt Inseln
Im NOS.OPAC kann die Leserschaft über die Bestände aller im Verbund katalogisierenden Bibliotheken recherchieren. Der Gesamtbestand wird sichtbar – unabhängig davon, an welchem Standort das Medium physisch steht. - Transparente Standortlogik
NOS zeigt immer genau, welches Exemplar zu welchem Standort gehört und an welchem das Werk physisch verfügbar ist. - Weniger Verwaltungsaufwand
Leser*innen- und Medienstammdaten müssen nicht mehrfach gepflegt werden. Änderungen an Personendaten oder Normdaten wirken sich automatisch auf alle Standorte aus, die diese Informationen nutzen.
BK: Wie behalten Mitarbeitende bei so vielen Daten die Übersicht?
SW: Bibliotheksmitarbeitende können ihre persönliche Sicht konfigurieren: nur der eigene Standort, mehrere ausgewählte Standorte oder der komplette Verbund.
- In Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen lässt sich die Ansicht mit wenigen Klicks anpassen.
- Auch innerhalb dieser Einstellungen kann weiter verfeinert werden, zum Beispiel
- Mediensuche nur am eigenen Standort,
- Ausleihe bevorzugt am "Heimatstandort" der Leser*innen,
- gezielte Einschränkung bei speziellen Beständen.
Das Ergebnis: Jede Person sieht genau das, was sie für ihre Arbeit braucht, ohne den Gesamtverbund aus den Augen zu verlieren.
BK: Welche Rolle spielt der Verbundgedanke über die reine Katalogisierung hinaus?
SW: Verbundarbeit bedeutet mehr als gemeinsame Datenbank. Mit NOS kann die Verfügbarkeit von Medien standortübergreifend eingesehen und Fernleihen komfortabel abgewickelt werden.
Fernleihprozesse werden in NOS vollständig abgebildet: von der Bestellung, über die Bearbeitung in der gebenden Bibliothek, den Versand und die Ausleihe am Zielstandort bis zur Rückgabe und Rücksendung. Alle Schritte sind verbundweit im System nachvollziehbar. Das erhöht den Servicegrad für die Leser*innen enorm und nutzt die Bestände im Verbund deutlich besser aus.
BK: Das klingt ideal für Printmedien. Wie fügt sich das Thema E-Medien in dieses Standort- bzw. Verbundkonzept ein?
SW: Für die Leser*innen fühlt sich das an wie ein einziger, durchgängiger Bestand – egal ob gedrucktes Buch, E-Book, E-Journal oder Artikel.
BK: Auch ein sehr aktuelles Thema ist NOS.HAN. Wie profitieren mehrere Standorte oder ein Verbund ganz konkret von NOS.HAN?
SW: NOS.HAN bedeutet für die Leser*innen bzw. Bibliotheksmitarbeitenden:
- Einheitlicher Zugang im Verbund
Nutzt ein Verbund gemeinsame E-Medien-Lizenzen, können berechtigte Leser*innen standortübergreifend darauf zugreifen – gesteuert durch NOS.HAN. Wer welche Ressource nutzen darf, ist über die in NOS hinterlegten Rollen, Standorte und Berechtigungen klar definiert. - Zentrale Verwaltung, lokale Nutzung
Lizenzdaten und Zugriffsregeln werden zentral administriert. Die Nutzung findet an jedem Standort, im Homeoffice oder auch unterwegs, jeweils mit derselben komfortablen, automatisierten Anmeldung, statt. - Nahtlose Recherche
E-Medien tauchen gemeinsam mit Printbeständen im Verbundkatalog auf. Leser*innen sehen direkt, ob sie ein Medium digital sofort nutzen oder es als Print, ggf. über Fernleihe, bestellen können. Verbund und E-Medien greifen damit ineinander. - Vertragskonform und sicher
NOS. HAN stellt sicher, dass alle Zugriffe den Lizenzmodellen und Verträgen entsprechen. Gerade in Verbünden mit unterschiedlichen Lizenzpaketen pro Standort ist dies entscheidend, um rechtssicher zu arbeiten.
BK: Welche Vorteile spüren die Leser*innen am deutlichsten?
SW: Aus Sicht der Leser*innen entsteht mit der Kombi aus NOS, NOS.OPAC und NOS.HAN ein durchgängiges Nutzungserlebnis.
- Eine Recherche im Verbundkatalog statt vieler einzelner Kataloge.
- Klare Anzeige, an welchem Standort Printmedien verfügbar sind.
- Möglichkeit, Medien per Fernleihe zu erhalten.
- Sofortiger, automatischer Zugriff auf E-Medien ohne komplizierte Login-Prozesse und ohne sich merken zu müssen, welcher Anbieter welches Medium liefert.
BK: Wenn eine Bibliothek heute mehrere Standorte hat oder einen Verbund plant, warum ist NOS hier die richtige Grundlage?
SW: Weil NOS u.a. genau für diese Szenarien entwickelt wird:
- Eine Datenbank für viele Standorte und Verbünde,
- flexible Standort- und Verbundlogik für Katalogisierung, Ausleihe und Fernleihe,
- integrierte E-Medien-Anbindung über NOS.HAN mit automatisierter, vertragskonformer Authentifizierung.
Ob Sie mehrere Unternehmensbibliotheken, kommunale Einrichtungen oder einen (wissenschaftlichen) Verbund betreiben: NOS bündelt Ihre Bestände, Prozesse und Zugänge in einem System und macht aus vielen Bibliotheken ein leistungsfähiges, vernetztes Ganzes.
BK: Vielen Dank für den informativen Austausch liebe Sabine.
SW: Danke ebenfalls. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zukunft!
Bleiben Sie dran für weitere Updates und Einblicke in unsere Arbeit!